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Hier der aktuelle Rundbrief vom 13. Februar 2019

Rundbrief – Gesundes Nein-Sagen / Grenzen setzen

Liebe Leser
und all jene, die ich auf ihrem Weg begleiten darf,

geht es Ihnen wie vielen meiner Klienten? Fällt es Ihnen immer wieder schwer, für sich und andere sinnvoll Grenzen zu setzen?

Hier geht es um das „Ja“, dass am Ende des Tages zu mehr Arbeit und weniger Zufriedenheit führt. Dieses JA, das ein NEIN zu den wichtigen Aufgaben ist, die man für sich selbst hat. Oder einem einfach „nur“ die Zeit raubt.Unsere Mitmenschen sind wichtig für unser Wohlbefinden. Und doch gibt es Gelegenheiten, nach denen wir uns darüber ärgern, einem Kollegen oder Freund etwas zugesagt zu haben, was wir nicht machen wollten, vielleicht gar nicht machen können. Zeitlich oder z.B. auch aufgrund unserer Fähigkeiten.

Die Bedenken, von diesen Menschen abgelehnt zu werden, wenn wir ihnen unsere Unterstüzung verweigern, sind bei vielen Menschen allgegenwärtig und oftmals nachvollziehbar. Trotzdem: die Dosis macht das Gift. Und so kann der unbewusste Drang, anderen gefallen zu wollen, eine große Anzahl negativer Auswirkungen haben.

Was treibt uns dazu, ein JA auszusprechen, wo ein NEIN gut platziert wäre?

Was hält uns davon ab, früher Grenzen zu setzen?

Hier sind mögliche Gründe:

  • das Bedürfnis nach mehr Selbstbewusstsein
  • das Gefühl, gebraucht zu werden
  • die Angst, abgelehnt zu werden
  • das Gefühl, zum Leben anderer etwas beizutragen
  • das Bedürfnis nach Bestätigung
  • das Bedürfnis zu zeigen, dass man sich auf Sie verlassen kann
  • das Bedürfnis zu helfen
  • das Bedürfnis, dazugehören zu wollen und nicht von „der Gruppe“ abgeschnitten oder ausgestoßen zu werden (wobei das die Familie, der Freundes- oder auch Kollegenkreis sein kann)
  • die Angst etwas zu verpassen
  • einen „gut“ zu haben
  • gute Manieren zu zeigen (z.B. beim Essen, wenn man nicht mehr kann und dennoch weiter ißt)
  • niemanden verletzen zu wollen
  • nicht als egoistisch, herzlos, egozentrisch, faul oder gar gleichgültig gelten zu wollen und nicht zuletzt…
  • …der Wunsch, ohne Schuldgefühle durch den Tag zu gehen.

Eine der negativen Auswirkungen vom Ja-Sagen ist, anderen Menschen generell mehr Priorität zuzuwenden, als sich selbst.

  • Das Gegenteil davon zu machen, hat nichts mit Egoismus zu tun. Es ist vielmehr die Sorge/Pflege um sich selbst. Die Basis, auf sich Acht zu geben.

Menschen, die anderen gefallen wollen, dürsten nicht selten nach Bestätigung von außen. Ihr Sicherheitsgefühl und ihr Selbstbewusstsein entstehen hauptsächlich aus Bestätigung und Zustimmung von anderen. Im Kern ist es wahrscheinlich, dass diesen Menschen das Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten fehlt bzw. verloren gegangen ist.

Aus diesem Grund ist die Sorge um die Meinung anderer, die Angst vor Missbilligung, vor Ablehnung groß. Man läuft nicht nur Gefahr, viel mehr zu tun und seine Kräfte an der falschen Stelle einzusetzen – auch die Früchte der Arbeit werden voraussichtlich weniger als erwartet sein.

Bevor es so weit kommt, stelle ich Ihnen hier ein paar Möglichkeiten vor, wie Sie zu diesen Aufgaben Nein sagen. Und dessen ungeachtet ein gutes Gewissen haben können und nicht zum unbeliebten Außenseiter werden.

  • Machen Sie sich klar, dass Sie die Wahl haben

Kein Roboter sitzt in unserem Kopf. Kein grüner Kobold spielt mit unseren Stimmbändern. Und den meisten von uns sagen keine inneren Stimmen, was wir zu tun haben. Sie haben die Wahl, wenn Sie jemand um Hilfe bittet!

  • Setzen Sie Prioritäten

Dieser Satz zieht sich durch das gesamte Leben eines jeden Menschen.

Wenn Sie wissen, was Sie wollen und Ihre Prioritäten kennen, Ihre Werte bewusst im Kopf haben und sich sicher sind, für was Sie stehen und für was nicht, dann hilft Ihnen das gewaltig beim Nein-Sagen. Sie haben keine Schuldgefühle, wenn Sie an Aktivitäten festhalten, die Sie für wichtig erachten. Und erst recht nicht, wenn Sie Dinge ablehnen, die nicht zielführend sind und ablenken.

Und hier die Frage der Fragen: „Was ist Ihnen wichtig?“

Und denken Sie daran: Sagen Sie Nein zu etwas, das Sie nicht wollen, sagen Sie gleichzeitig Ja zu dem, das Sie wollen. Und sei es „nur“ zu der gewonnenen Zeit.

  • Überlegen Sie, wem Sie Ihre Zeit schenken wollen

Gleich nach der Frage nach dem Was? kommt die Frage, wem? Sie Ihre Zeit schenken wollen. Ist es der Chef? Oder der alte Schulfreund, der im Land ist und „mal wieder richtig um die Häuser ziehen möchte“? Oder Ihre Eltern? Oder Ihr Sohn, der Sie gerne um 9 Uhr morgens bei seinem Fußballspiel dabei hätte? Vielleicht brauchen Sie auch dringend Zeit für sich selbst!

  • Verzögern Sie die Antwort

Überrumpelt zu werden, ist für die meisten meiner Klienten die größte Schwäche im Bereich des Nein-Sagens. Kurz nach der Antwort ärgern sich viele und denken: „Es wäre völlig in Ordnung gewesen, noch darüber nachzudenken.“

Folgende Fragen zu stellen, bietet sich an, bevor Sie antworten:

  • Habe ich die Zeit, das zusätzlich zu tun?
  • Was fällt dafür hinten runter?
  • Unter wie viel Druck setze ich mich damit?
  • Bin ich danach sauer auf die Person, die mich gefragt hat, weil ich nicht nein sagen konnte?

Benötigt die Person eine sofortige Antwort, ist es besser, wenn die Standardantwort zuerst Nein ist. Das können Sie später unkompliziert in ein Ja ändern – anders herum wird es schon schwieriger …

Dies ist nur ein kleiner Anfang, wie Sie gesund Nein sagen können. Zu einer erfolgreichen Umsetzung gehören auch Punkte wie z.B.:

  • Setzen Sie ein Zeitlimit – ein Teil-Nein ist ein guter Anfang
  • Kommunizieren Sie Grenzen und bleiben Sie dabei
  • Machen Sie ein Gegenangebot
  • Widerstehen Sie dem Lob oder: wenn andere Ihnen Honig um’s Maul schmieren
  • Visuelle Helfer erleichtern die Erinnerung
  • Kleine Schritte bringen das Ziel näher
  • Überlegen Sie, ob die Sache es wert ist
  • Beten Sie keine Entschuldigungen runter
  • Es ist nie so schlimm, wie man denkt
  •  Halten Sie Ihre Erfolge fest
  • Dienen Sie Ihrem eigenen Leben – oder Sie werden dem eines anderen dienen

Dazu kommen noch weitere Faktoren. Z. B. wie man sich gefühlsmäßig abgrenzt und vieles mehr.

Möchten Sie sich neu strukturieren und Ihrem Umfeld gerne Grenzen setzen,
wissen aber nicht so recht, wie Sie es anpacken sollen?
Dann schreiben Sie mir einfach eine kleine Nachricht oder rufen mich unverbindlich an.
Ich helfe Ihnen. Versprochen!
Übrigens – Sie dürfen die Rundbriefe gerne weiterleiten. Vielleicht denken Sie ja gerade an jemanden, der sich darüber freuen würde. Ob Familie, Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis, manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls für etwas mehr Selbstbestimmung.
Falls Ihnen dieser Rundbrief schon weitergeleitet wurde und Sie in Zukunft keinen verpassen wollen, können Sie ihn auf meiner Homepage kostenfrei bestellen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und ein glückliches Leben!
Mit besten Grüßen
bs-struktur
Beate Schulz
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