Rundbrief

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Hier der aktuelle Rundbrief vom 9. April 2019

Rundbrief – Lernen Sie, sich abzugrenzen
Liebe Leser
und all jene, die ich auf ihrem Weg begleiten darf,
immer wieder erfahre ich im Coaching, wie schwer es Menschen jeden Alters und jeder Berufsgruppe fällt, sich von anderen Menschen abzugrenzen. Das eigene Verhalten lähmt meine Klienten, macht sie zornig, traurig oder auch kraftlos.
  • Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Familienfeier und jemand fragt Sie, ob Sie Bier holen können. Sie wollen das nicht wirklich, hören sich aber trotzdem “Ja” sagen und gehen in den Keller.
  • Sicher kennen Sie solche – oder ähnliche – Situationen. Jemand bittet Sie um etwas, Sie wollen es eigentlich nicht machen … und tun es trotzdem.
  • Erinneren Sie sich an eine Situation, in der Sie jemand bat, etwas zu tun, was sie eigentlich nicht wollten. Egal, wie sie darauf geantwortet haben: Stellen Sie sich jetzt vor, Sie machen, um was der andere Sie bittet.

(Nehmen Sie sich jetzt Zeit und fühlen sich in die Situation hinein)

Was löst das in Ihnen aus?

Bauchweh? Unangenehmen Druck?

Das würde ich fühlen, wenn ich mir vorstelle, den Wünschen anderer nachzugeben – ohne das eigentlich zu wollen.

sich abgrenzen lernen

Genau so würde ich mich fühlen, wenn ich „Ja“ sagen würde, aber „Nein“ meine.

Warum Menschen sich nicht abgrenzen – warum sie “Ja” sagen, wenn sie eigentlich “Nein” meinen.

Hier sind vier Beispiele, warum sich Menschen nicht abgrenzen:
  • Keine Grenzen zu setzen, hat oft mit unserem Bedürfnis nach sozialem Anschluss zu tun. Wir wollen dazu gehören und versuchen, dem anderen entgegenzukommen. Z.B. die Arbeit des Kollegen zusätzlich zu übernehmen, das Seminar billiger anzubieten usw.… → Das Bedürfnis und die Absicht sind sehr verständlich. Was ist aber die Wirkung dieses Verhaltens? Was denken z.B. Ihre Kollegen von Ihnen, wenn Sie sich nicht abgrenzen? Erzeugt das eher Achtung oder Verachtung? Wird Ihr Bedürfnis nach Anschluss erfüllt?
  • Wir fühlen Schuldgefühle, wenn wir uns anderen gegenüber abgrenzen. Wir fühlen uns für ihre Gefühle verantwortlich.
    Und es stimmt auch (teilweise): Wir haben Einfluss auf die Gefühle anderer. Unser Einfluss ist aber nur zweitrangig. Erstrangig ist der Einfluss, den jeder Mensch selbst auf seine Gefühle hat. Das ermöglicht es jeden Menschen selbstbestimmt auf die eigenen Gefühle zu reagieren.
  • Wir vermuten, wenn wir uns abgrenzen, dass wir den Kontakt zu anderen verlieren (bzw. wir uns nicht abgrenzen dürfen, wenn wir die Beziehung bewahren wollen). Das ist aber nicht zwangsweise der Fall. In vielen Fällen schätzen es Menschen sogar, wenn Sie sich klar abgrenzt. Für andere Fälle biete ich Ihnen in einem Coaching Strategien, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Kontakt erhalten bleibt bzw. gestärkt wird.
  • Menschen, die sich nicht abgrenzen, haben oft ein hohes Einfühlungsvermögen. Dadurch sind sie anfälliger, die Verantwortung für die Bedürfnisse anderer zu übernehmen.

Wofür eigentlich abgrenzen?

  • Sich rechtzeitig abgrenzen beugt Ärger vor.
  • Setzen Sie langfristig effektiv Grenzen, entwickeln Sie ein gesundes Selbstbewusstsein und verringern dadurch Empfindungen wie Scham und Depression.
  • Sich rechtzeitig abzugrenzen, fördert Beziehungen. Jeder ist dankbar für eine klare Ansage. Andere können sich darauf verlassen, dass Sie für sich sorgen. Das ist das Fundament einer entspannten und lockeren Atmosphäre in einer Beziehung oder Gruppe. Das schafft außerdem eine gehörige Portion Achtung, weil sich abzugrenzen auch mit Mut verbunden ist. Sie stärken so also Ihre Identität.

Wie kann man sich abgrenzen lernen?

Den größten Einfluss auf Ihre Fähigkeit sich abzugrenzen, hat Ihre Einstellung. Wenn Sie realisieren, dass:

  • Sie wie eine Dienstmagd behandelt werden, wenn Sie sich als Dienstmagd anbieten,
  • andere Sie abwerten, wenn Sie ihnen jeden Gefallen erfüllen, ohne sich zu fragen, was IHNEN wichtig ist,
  • Verbundenheit und Nähe durch Abgrenzung GESTÄRKT wird und nicht geschwächt, weil es andere Menschen langfristig schätzen und bewundern, wenn jemand für sich einsteht.

Es gibt einige konkrete Strategien, wie Sie sich abgrenzen können, z.B.:

  • Auf die sanfte Art: Wertschätzend sich abgrenzen

Sich abgrenzen bzw. “Nein” sagen, können Sie mit unterschiedlichen Absichten und Begründungen zu verschiedenen Zeitpunkten. Manche Absicht und Begründungen sind besonders effektiv und auch der Zeitpunkt darf gut gewählt werden.

Eine einfache Faustregel für das Timing ist: Je früher, desto besser.

Auf die harte Tour: Wertschätzend Konsequenzen setzen

Es gibt auch harte Fälle, in denen Ihr “Nein” nicht akzeptiert wird, obwohl Sie womöglich Ihre Bedürfnisse wertschätzend geäußert haben.

Wenn für Sie die Linie überschritten ist, dann kündigen Sie klare Konsequenzen an und ziehen diese dann auch durch.

Konsequenzen sind meistens nicht angenehm. Weder für Sie,  noch für den anderen. Manchmal ist die Wahl einer Konsequenz aber die Wahl des geringsten Übel.

Akzeptanz

Letzten Endes ist es für alle, die sich schwer tun, sich abzugrenzen, wichtig, sich anzunehmen. Falls es Ihnen schwer fällt, erlauben Sie sich, sich auch mal nicht erfolgreich abzugrenzen. Schritt für Schritt können Sie trainieren, sich effektiv abzugrenzen, um sich zu schützen und so Ihre Beziehungen und Identität zu stärken.

Jetzt ist Ihre Erfahrung gefragt: Wann fällt es Ihnen schwer, sich abzugrenzen? Was sind Ihre Strategien?

Stellen Sie sich vor…

  • es fällt Ihnen leicht, sich rasch zu zentrieren,
  • andere schätzen und genießen Ihre Präsenz in Gesprächen,
  • wenn Sie etwas nicht machen mögen, sind Sie ehrlich und aufrichtig und sagen nein.
Möchten Sie lernen, sich abzugrenzen,
wissen aber nicht so recht, wie Sie es trainieren können?
Dann schreiben Sie mir einfach unverbindlich eine kleine WhatApp-Mitteilung, mailen oder rufen mich an.
Ich helfe Ihnen. Versprochen!
Übrigens – Sie dürfen die Rundbriefe gerne weiterleiten. Vielleicht denken Sie ja gerade an jemanden, der sich darüber freuen würde. Ob Familie, Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis, manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls für etwas mehr Selbstbestimmung.
Falls Ihnen dieser Rundbrief schon weitergeleitet wurde und Sie in Zukunft keinen verpassen wollen, können Sie ihn auf meiner Homepage kostenfrei bestellen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und ein entspanntes Leben!
Mit besten Grüßen
bs-struktur
Beate Schulz
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